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Vienna Reed Quintet - Festival4020

LEBE WOHL, DU LIEBER FREUND!

Brucknerhaus
Mittlerer Saal
Untere Donaulände 7
A-4010 Linz

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Vienna Reed Quintet
Heri Choi - Oboe
Heinz-Peter Linshalm - Klarinette
Alfred Reiter - Saxophon
Petra Stump-Linshalm - Bassklarinette
Sophie Dervaux - Fagott

Johann Sebastian Bach (1685 - 1740) - Goldberg Variationen, BWV 988, Arrangement von Raaf Hekkema 

Marc Mellits (*1966) - Splinters
Scarlet Oak – Sugar Maple – Linden – Black Ash – Cherry – River Birch – Weeping Willow – Red Pine

Carola Bauckholt (*1959) - Zugvögel für Oboe, Klarinette, Alt-Saxophon, Bassklarinette, Fagott

Oboe, Klarinette, Saxophon, Bassklarinette und Fagott: Die Zusammenstellung des Vienna Reed Quintets gab es in dieser Form in der österreichischen Kammermusikwelt bisher noch nicht. Mit seinem speziellen Klang – warm, rund und trotzdem differenziert – lässt sich Musik aus allen Jahrhunderten neu interpretieren. Zur Abschluss-Matinee des Festival 4020 spannen die fünf außergewöhnlichen MusikerInnen einen Bogen von J. S. Bachs berühmten Goldberg Variationen über den repetitiv-eingänglichen Baum-Zyklus „Splinters“ von Marc Mellits bis hin zum vertonten Geschrei der „Zugvögel“ von Carola Bauckholt. 

Bach komponierte seine Variationen im Original für Klavier. In der Ausführung des Vienna Reed Quintets erhalten die fantasievollen Variationen – zusammengehalten durch eine gemeinsame Basslinie – durch die schattierungsreichen Klangfarben der Bläser eine weitere Ebene dazu.

Der US-amerikanische Komponist und Musiker Marc Mellits steht in der musikalischen Tradition der Minimal Music, ist aber auch von der Rockmusik beeinflusst. Die acht kurzen Sätze von „Splinters“ (Splitter) sind nach Bäumen benannt – vielleicht auch eine Inspiration zur Struktur der Stücke, die durch vertikale und horizontale Klangräume mit einem starken Antrieb aus kreisenden Rhythmen unmittelbar ins Ohr gehen.

Mit Carola Bauckholts Stück „Zugvögel“ verabschiedet sich das Festival für das Jahr 2019. Wie so oft hat die Komponistin Anregungen in außermusikalischen Klangquellen gefunden – die Schreie, das Krächzen der Vögel auf ihrem Flug in den Süden oder von dort zurück nach Europa sind Inspiration für das Werk. Die Musiker greifen zu unkonventionellen Spielweisen, um das Klangmaterial aus der Natur auf die Bühne im Brucknerhaus zu bringen. 

Wir sagen: Lebet wohl!

My friend must be a Bird –
Because it flies!
Mortal, my friend must be –
Because it dies!
Barbs has it, like a Bee!
Ah, curious friend!
Thou puzzlest me!

(Emily Dickinson)

Mein Liebling ist wohl Vogel –
Weil er fliegt!
Und sterblich ist er wohl –
Weil er erliegt!
Wie Bienen sticht er! Ach,
Seltsamer Liebling!
Du verwirrest mich!

(Übersetzung: Gunhild Kübler, Hanser Verlag)

Festival4020

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