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WILLIWAW

für 2 Bassklarinetten solo und Ensemble (2019)

Auftragswerk vom Ensemble Kontrapunkte

Im Sommer 2018 durfte ich anlässlich einer Artist Residency zehn Wochen in Alaska verbringen. Als ich kurz nach diesem Aufenthalt um ein Werk für das Ensemble Kontrapunkte angefragt wurde, war die Inspiration zu WILLIWAW schon gegeben.
In der Meteorologie ist ein Williwaw ein plötzlicher Windstoß, der von einer Gebirgsküste zum Meer hin absteigt. 
Diese Bezeichnung wird üblicherweise für Winde der Magellanstraße, der Alëuten und der Fjorde des Alaska Panhandle verwendet. 
Der Begriff Wind kommt aus dem Indogermanischen und bedeutet soviel wie wehen oder blasen. Wind ist bewegte Luft und wird poetisch auch als „Atem der Erde“ bezeichnet. 
Neben meinen persönlichen Wind-und-Wetter Erlebnissen verbindet mich als Klarinettistin ebenfalls der Atem mit diesem Thema. Wie bei allen Blasinstrumenten - auf englisch sehr treffend „wind instruments“ genannt - formt der Atem des Musizierenden die Phrasen und bringt die Musik auf diese Weise zum Ausdruck. Die Musik atmet.
So wie der Wind in vielerlei Hinsicht für die Erde und uns Menschen notwendig ist, sorgt der Atem für die Lebendigkeit eines jeden Individuums und seinem Tun.

Uraufführung

17.02.2020 - Musikverein Wien, Duo Stump-Linshalm und Ensemble Kontrapunkte

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